Musikvermittlung mit KI und historischen Quellen

Im Dialog mit der Vergangenheit. Ein Vermittlungsprojekt von Célest Lang

Das Publikum stellt eine Frage, und eine historische Persönlichkeit antwortet als Video-Avatar, mit Stimme und Untertiteln. Komponist*innen ebenso wie Maler*innen, Schriftsteller*innen, Philosoph*innen oder Politiker*innen, auf Grundlage ihrer Briefe, Tagebücher und weiterer Quellen.

KI-generierter Avatar von Fanny Hensel, nach dem Gemälde von Moritz Daniel Oppenheim (1842).

Honorable Mention „The next THING“ · Venture Team Kultur · April 2026
Aktuell

Wo ComposerMeet zu erleben ist.

Die Installation Virtual Arnold im Arnold Schönberg Center: der KI-Avatar von Arnold Schönberg auf der Leinwand Läuft jetzt

Seit 3. Oktober 2026 · Wien

Virtual Arnold

Arnold Schönberg Center

Die Schönberg-Installation von ComposerMeet wurde in der Langen Nacht der Museen eröffnet und ist weiterhin im Haus zu erleben.

Foto: Arnold Schönberg Center

Rückblick

Poster von ComposerMeet beim Xplorer Day: historische Persönlichkeiten als KI-Avatare, die Fragen von Schüler*innen beantwortenNamensschild von Célest Lang für ComposerMeet beim Xplorer Day im Deutschen Museum Verkehrszentrum

· München

Xplorer Day

Deutsches Museum Verkehrszentrum

ComposerMeet zum Selbstausprobieren beim Xplorer Day des XR Hub, mit dem Schwerpunkt auf dem Einsatz in Schule und Bildung.

Célest Lang präsentiert ComposerMeet im Arnold Schönberg Center, dahinter der KI-Avatar von Arnold Schönberg

· Wien

Lange Nacht der Museen

Arnold Schönberg Center

Präsentation von ComposerMeet und Start der Schönberg-Installation „Virtual Arnold“. Die Eröffnung war ein überragender Publikumserfolg.

Foto: Arnold Schönberg Center

Célest Lang beim Roundtable der IMBRA-KonferenzCélest Lang bei seinem Vortrag auf der IMBRA-Konferenz im Gasteig

· München

IMBRA-Konferenz

17. International Music Business Research Days

Célest Lang als Speaker und beim Roundtable zum Thema „Music and Entrepreneurship“.

Festivalpass der Ars Electronica 2026 und Ausweis der Cross-Innovation-Reise von Bayern Innovativ, beide auf den Namen Célest LangPoster von Célest Lang zu ComposerMeet bei der Ars Electronica 2026

· Linz

Ars Electronica 2026

Cross-Innovation-Reise

Mit ComposerMeet Teil der Cross-Innovation-Reise von Bayern Innovativ zur Ars Electronica.

Verleihung der Honorable Mention bei „The next THING“

April 2026

„The next THING“

Venture Team Kultur

Honorable Mention für ein quellenfundiertes, KI-basiertes Vermittlungsformat.

Foto: Venture Team Kultur (Yolanda Castillo-Kuchenbecker)

Pilotfolge mit Fanny Hensel an der HMTM München

Februar 2026 · München

Pilotfolge Fanny Hensel

Hochschule für Musik und Theater München

Die erste Live-Umsetzung von ComposerMeet im Rahmen von XPLORE, dem Wettbewerb der HMTM für neue Konzertformate: ein Konzert, in dem das Publikum mit Fanny Hensel ins Gespräch kam.

Foto: Jakob Schad

Live-Demonstration

Sehen Sie ComposerMeet in Aktion.

Publikumsdialog mit Fanny Hensel (KI-Avatar), HMTM München 2026

Konzept

Was ist ComposerMeet?

Jemand im Publikum stellt eine Frage. Auf der Leinwand antwortet eine historische Persönlichkeit in Echtzeit, mit Stimme und Untertiteln.

Grundlage sind ausgewählte Quellen: Briefe, Tagebücher, wissenschaftliche Analysen und zeitgenössische Berichte. Ein KI-System formuliert daraus eine Antwort im Stil der Zeit und nennt die Quellen. Bis die Antwort kommt, vergehen ein paar Sekunden. In dieser Zeit sieht das Publikum, wie das System arbeitet.

Das Publikum hört nicht nur zu, es fragt selbst. Aus einer Werkeinführung wird so ein Gespräch, das neugierig macht und trotzdem auf Fakten beruht.

Nicht nur Musik: Jede gut dokumentierte Persönlichkeit lässt sich umsetzen, aus Malerei, Literatur, Philosophie oder Politik. Jede Figur wird eigens für ein Projekt entwickelt. Fanny Hensel: Pilotfolge an der HMTM München Arnold Schönberg: Installation „Virtual Arnold“ im Arnold Schönberg Center Wien
01

Faktenbasiert

Jede Antwort beruht auf dokumentierten Quellen und nennt sie. So lässt sich nachprüfen, woher eine Aussage stammt.

02

Interaktiv

Das Publikum stellt Fragen, und der Avatar geht darauf ein. Er antwortet auf Augenhöhe und doziert nicht.

03

Kontextualisiert

Werk und Leben werden in ihrer Zeit verortet, mit ihren sozialen und historischen Bedingungen. Wo eine Antwort über die Quellen hinausgeht, wird das gekennzeichnet.

System

So entsteht eine Antwort.

Von der gesprochenen Frage bis zur Antwort des Avatars. Das Publikum sieht diesen Ablauf live auf dem Bildschirm. Das macht das System nachvollziehbar und überbrückt die kurze Wartezeit.

01

Frage

Audio-Eingabe aus dem Publikum

02

Transkription

Die Frage wird verschriftlicht

03

Quellenrecherche

Briefe, Tagebücher und Analysen werden durchsucht

04

Antwort

Formuliert im historischen Stil, mit Quellenangabe

05

Avatar

Spricht die Antwort mit Stimme und Mimik

Mit Quellenangaben· Ablauf für das Publikum sichtbar· Redundant aufgebaut und dadurch ausfallsicher
In der Praxis

Was es im Betrieb ausmacht.

01

Stabil & unbeaufsichtigt

Läuft zuverlässig im Dauerbetrieb. Das System ist redundant aufgebaut und gleicht den Ausfall einzelner Komponenten aus.

02

Eigens entwickelt

Komponist*in, Stil, Länge und Quellen werden für jedes Projekt einzeln abgestimmt. Einen Baukasten von der Stange gibt es nicht.

03

Minimale Technik

Rechner, Bildschirm, Mikrofon und Lautsprecher. Mehr braucht es nicht, und alles passt in bestehende Räume.

04

Transparent & barrierefrei

Es gibt Untertitel, die Quellen werden genannt, und der Ablauf ist für alle sichtbar.

Für Ihr Haus

Finden Sie Ihren Fall.

Museen & Gedenkorte

Eine historische Persönlichkeit, die den ganzen Tag Rede und Antwort steht.

Als Installation in Ausstellung, Foyer oder Gedenkstätte. Ob Malerin im Kunstmuseum, Dichter im Literaturhaus oder Staatsmann im Geschichtsmuseum: Die Besucher*innen kommen selbst mit ihnen ins Gespräch.

  • Im Museum im Einsatz. Aktuell als Installation im Arnold Schönberg Center Wien.
  • Stabil & unbeaufsichtigt im Dauerbetrieb.
  • Untertitel und sichtbarer Ablauf. Barrierefrei und nachvollziehbar.
  • Minimale Technik, fügt sich in bestehende Räume ein.

Orchester & Konzerthäuser

Die Komponistin des Abends, live vor dem Konzert.

Als dialogische Werkeinführung oder Konzertmoderation, 20 bis 30 Minuten. Das Publikum fragt, die Komponistin antwortet.

  • Inhalte und Quellen werden pro Projekt abgestimmt. Sie behalten die redaktionelle Kontrolle.
  • Redundant aufgebaut. Damit ist das System auch live auf der Bühne ausfallsicher.
  • Erprobt. Erstmals umgesetzt an der HMTM München.

Festivals

Ein Programmpunkt, über den gesprochen wird.

Für Musik-, Literatur-, Kunst- oder Geschichtsfestivals: ein Moment, in dem das Publikum mitmacht und über den man danach spricht. Auch hybrid möglich, mit Fragen aus dem Saal und per Livestream.

  • Mitmachen statt Zuschauen. Das Publikum gestaltet das Gespräch.
  • Hybrid und per Livestream. Auch für Publikum, das nicht vor Ort ist.
  • Auf das Festival zugeschnitten. Persönlichkeit und Thema passen zum Programm.

Schule & Unterricht

Geschichte, mit der man ins Gespräch kommt.

In Musik, Geschichte, Deutsch, Kunst oder Philosophie: Schüler*innen befragen eine historische Persönlichkeit zu Werk, Weltsicht und Biografie. Zugleich gibt das Format Anlass, über KI, Autorschaft und historische Erzählungen nachzudenken.

  • Quellenarbeit zum Erleben. Primär- und Sekundärquellen im Dialog.
  • Medienkompetenz. Dass hier eine KI antwortet, wird offen gezeigt.
  • Anpassbar an Alter, Fach und Unterrichtsziel.
Haltung

Keine Replikation, sondern eine Interpretation.

Es geht um Vermittlung, um die spielerische Auseinandersetzung mit Geschichte und ihren Quellen. Dass die Antworten aus einem KI-System stammen, wird offen gesagt, und die Quellen werden genannt. ComposerMeet erweckt niemanden zum Leben. Es lädt zum Nachdenken ein.

Porträt von Célest Lang
Über den Gründer

Célest Lang.

Pianist und Musikvermittler mit Schwerpunkt auf neuen Konzertformaten. Seine Arbeit verbindet künstlerische Praxis mit technischer Neugier und einem kritischen Blick auf historische Quellen. ComposerMeet ist an dieser Schnittstelle von Musik, KI und Kulturvermittlung entstanden und wächst seither über die Musik hinaus.

Den Prototyp entwickelte er für XPLORE, den Wettbewerb der HMTM München für neue Konzertformate. Seit 2025 wird ComposerMeet vom Venture Team Kultur in Bayern gefördert.

  • Klavierstudium an der HMTM München und der mdw Wien
  • Gründer von ComposerMeet
  • Mitgründer des Accento Orchesters München
  • Mitgründer des Festivals SchERZo (in Gründung)
  • Forschung zu Schönberg und Kandinsky, vorgestellt bei NaMu2025 (ÖAW)
  • Akademist der Tonali Bühnenakademie (seit Oktober 2026)
Kontakt

Interesse? Sprechen Sie uns an.